By admin | February 10, 2007 - 5:15 pm
Die No Limit Version von Texas Holdem ist für den wahrhaftig risikobereiten Pokerspieler ausgelegt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass jeder Zeit um beliebig große Beträge erhöht werden kann und es so auch zu einem raschen Ende der Partie und einem klaren Gewinner kommen kann.
Diese Variante empfiehlt sich auch dann, wenn eine Pokerpartie mit Limits zu lange dauert und man den Spielverlauf beschleunigen möchte. So hat man hier die Möglichkeit eine oder mehr No Limit – Runden auszurufen.
Oft verabreden Pokerspieler eine solche Option vor Beginn einer Partie. Sollte sich das Spiel zu defensiv entwickeln, kann man dann gemeinsam darüber beraten, ob man eine oder mehrere No Limit – Runden einsetzen möchte. In vielen Fällen spielt man aber auch direkt No Limit. Dies gibt dem Spiel eine ganz besondere Brisanz und übt einen Reiz auf Spieler aus, die das Risiko und den Nervenkitzel lieben.
Zu Beginn einer Runde werden zunächst die Blinds gesetzt. Ein so genannter “Small Blind ” ist zugleich der Mindestbetrag um den ein Spieler erhöhen muss, wenn er denn erhöhen möchte.
Der “Big Blind” ist das Doppelte des Small Blinds und wird vom zweiten auf den Dealer folgenden Spieler gesetzt.
Bei der Variante No Limit kann nach setzten des Big Blinds um beliebig hohe Beträge erhöht werden. Diese müssen aber mindestens dem Big Blind entsprechen. Die meisten Pokerspieler vertreten die Ansicht, dass auch nur in Schritten eines Big Blinds erhöht werden kann und nicht in noch geringeren, da dies das Spiel unnötig lange aufhalten würde.
Im Verlauf einer Pokerpartie kann ein Spieler bereits Verluste verzeichnet haben und wesentlich weniger Chips besitzen als die anderen Mitspieler. Um bei höheren Einsätzen dennoch mithalten zu können, kann er den Zug “All in ” tätigen und seine gesamten Chips setzen. Wird nun sein Einsatz überschritten, kann er nicht mehr mitgehen. Dennoch verbleibt er aber mit im Spiel.
Sollte er die Runde gewinnen, erhält er von allen anderen Mitspielern nur die Einsätze, die er auch selbst mit seinem All in mitgegangen ist. Alle anderen Einsetzte gehen zurück an die anderen Spieler.
Es ist daher wichtig bei einem All in die Einsätze auf dem Pokertisch zu separieren. Gerade bei der Variante No Limit kommt es öfter zu einem All in, da andere Spieler oft mit extrem hohen Einsätzen drangehen, wenn sie sich sehr sicher sind.
Verliert der Spieler mit einem All in die Runde fliegt er entweder aus der Partie oder muss Chips bei der Bank bzw. dem Dealer nachkaufen. Dies macht die Variante No Limit besonders riskant und ein Stück weit unberechenbar.
Oft kommt es bei Texas Hold’em zu riskanten Spielzügen und spektakulären Bluffs. Durch horrend hohe Einsätze fliegen Spieler oft zu schnell aus einer Partie oder treiben sich allein durch die Tatsache, dass sie mitgehen wollen bzw. müssen in den Ruin.
In den meisten Partien verständigen sich die Pokerspieler daher auf fixe Limits die eingehalten werden müssen. So wird unter anderem verhindert werden, dass ein Spieler der bereits mehr Gewinn eingefahren hat als die anderen oder grundsätzlich mit mehr Buy in ins Spiel gegangen ist extrem hohe Einsätze gibt, um die anderen entweder zu einem All in zu zwingen oder damit so abzuschrecken, dass diese sich genötigt fühlen auszusteigen.
Unter Pokerspielern sind zwei Arten von Limits geläufig:
Die allgemein verbreitete Form ist ein Limit, welches festlegt wie viel ein Spieler pro einzelne Spielphase insgesamt einsetzen darf. Der Spieler muss hierbei nur ein Limit im Bezug auf seinen Gesamtbetrag den er in einer Phase setzt beachten. Beginnt eine neue Spielphase, so ist das Limit wieder bei Null und kann erneut ausgeschöpft werden.
Verständigt man sich beispielsweise auf ein Limit von 30 Euro pro Spielphase, kann nachdem 30 Euro in einem oder mehreren Durchgängen dieser Phase gesetzt wurden der Einsatz nicht weiter erhöhen werden und es muss in die nächste Spielphase übergegangen werden, ohne dass es zu einer weiteren Erhöhung der Einsätze kommt.
Eine andere etwas seltener gespielte Form ist ein Limit welches festlegt, um wie viel ein Spieler pro Einsatz maximal erhöhen darf.
Legt man das Limit beispielsweise auf 10 Euro fest, ist es einem Spieler nicht gestattet einen Einsatz um mehr als 10 Euro pro Durchgang zu vergrößern.
Texas Hold’em Limit reguliert also den Spielverlauf und hält das Ganze in einem von den Spielern bestimmten Rahmen. Dies bietet allen Spielern die Sicherheit, dass die Partie nicht an gewissen Punkten zu unkalkulierbar und riskant wird.
Andererseits haben Limits auch den Nachteil, dass Spieler sich auf eine extrem defensive Spielweise zurückziehen könnten und so eine Partie sehr lange dauern kann.
Um diesen Trend entgegenzuwirken, verständigen sich Pokerspieler oft darauf die Limits mit der Spielzeit in vorher vereinbarten Schritten anzuheben, so dass die Partie später zu einem Ende gezwungen wird, da die Einsätze immer riskanter werden. Dieses Vorgehen ist sehr beliebt, da es für eine immer weiter steigende Spannung zum Ende der Partie sorgt. Spielt man nicht in einem Turnier mit, steigen defensiv ausgerichtete Spieler oft aus bevor es zu sehr hohen Limits kommt um sich abzusichern.
By aN | February 3, 2007 - 6:27 pm
Wenn man ein Pokerspiel längere Zeit beobachtet kann man sich ein Bild davon machen, was für Spielertypen es gibt, woran man sie erkennt und zu welchem Typ man selbst gehört.
Zu wissen welcher Typ wie spielt ist von Vorteil – man kann seine Strategie anpassen und erkennen ob er blufft oder ob er wirklich ein gutes Blatt auf der Hand hat.
Man unterscheidet unter vier Typen von Spielern: The Rock, The Calling Station, The Maniac und The Stone Killer.
The Rock wartet stets darauf eine große Hand zu haben, legt dann seine Karten immer ab und blufft nur selten. Der Vorteil dieses Spielertyps besteht darin, dass man nur sehr geringe Verluste hat und diese durch konstante, kleine Gewinne und viele gewonnene Pots (durch Premiumkarten) wieder ausgleicht. Man erkennt ihn daran, dass er nur sehr vorsichtig setzt, nicht viel redet und sehr tight spielt. Wenn man ihn erkannt hat kann man das für sich nutzen indem man bei schwachen Blättern nicht called und bei Rag-Flops gut blufft.
The Calling Station ist ein Spielertyp der keine wirklichen Vorteile hat, außer den, dass es ein reiner Spaß-typ ist. Er kann gegnerische Hole Cards nicht gut einschätzen und die gegnerischen Pots werden immer gecalled. Man erkennt ihn daran, dass er loose spielt, viel redet und selbst bei schwachen Händen called. Bluffen kann man hier getrost sein lassen – es wird eh gecalled. Wenn er bis zum River Bet mitgeht kann man davon ausgehen, dass er wenigstens eine mittelmäßige Hand hat.
The Maniac. Hier ist der Name Programm. Er ist immer in Action und ständig am Setzen und Erhöhen. Er ist unberechenbar und schwer zu lesen – er gewinnt und verliert ungefähr 1 zu 1. Der Vorteil dieses Spielertyps ist, wenn er gewinnt gewinnt er einen großen Pot und mit dieser Spielweise kann man die Gegner gut einschüchtern. Er spielt sehr loose, ist ständig am bluffen und hat beim Showdown meist schwache Blätter. Der Vorteil gegen ihn zu spielen besteht darin, dass wenn man eine starke Hand hat kann man ihn setzen lassen und selbst raisen – aber diese starke hand ist meist nicht nötig, da The Maniac meist keine guten Hände hat. Der vierte im Bunde ist The Stone Killer. Er wird von den Top-Playern gespielt, die bei starken Händen durch aggressives Setzen ihren Gewinn maximieren.
The Stone Killer gewinnen oft, da man seine Gegner einschüchtert und man selbst der Aggressor ist. Man erkennt ihn daran, dass wenn er starke Hände hat spielt er aggressiv, er gewinnt oft und dann auch mehr als andere. Wenn man weiß, dass man es mit einem Stone Killer zu tun hat tritt man nicht mit einer mittelmäßigen Hand gegen ihn an, sondern wartet ab, bis man eine bessere hat.
By aN | January 31, 2007 - 11:04 am
Um möglichst gewinnbringend zu Pokern kann es von Vorteil sein, auszurechnen, ob sich das Zahlen der Einsätze überhaupt lohnt. Man nennt das die „Pot Odds“ berechnen. Um dies zu tun, benötigt man erst die Anzahl der Outs. Outs sind die Anzahl der Karten, die man benötigen würde um sein Blatt zu vervollständigen. Hält man zum Beispiel beim Texas Hold’em ein Pärchen in der Hand betragen die Outs 2. Denn wenn man daraus ein Drilling machen will, geht das nur mit einer der ZWEI Karten mit gleicher Zahl, die sich noch im Deck befinden. Um jetzt die Wahrscheinlichkeit (Odds) herauszubekommen, mit der man seine Hand von einem Pärchen auf ein Drilling verbessert rechnet man die Outs (2) mal 2 mal die Anzahl der Karten, die sich noch im Deck befinden (G) plus 2.
Wenn man es ganz genau haben will nimmt man am besten eine der folgenden Formeln:
Aber das dürfte während eines Spiels wohl zu lange dauern. Mit dem Ergebnis lässt sich nun leicht ausrechnen, ob es sich lohnt einen Einsatz noch zu zahlen (Pot Odd). Hier ein Beispiel: Ein Gegner zahlt nach den ersten drei Gemeinschaftskarten (Flop) 2€ in den bereits 10€ großen Pott ein. Der ausstehende Einsatz liegt dann bei wiederum 2€. Danach läge der Pott bei 14€. Damit sich das Setzen dieses Einsatzes (E) lohnt, müsste die Odd (P) bei wenigstens 14% liegen, da man 1/7 des Gesamtpots (C) zum Pot beiträgt. Das Verhältnis der zu zahlendes Summe muss wenigstens genauso hoch sein wie die Odd. In einer Formel sieht das so aus:
Daneben gibt es auch noch den Implizierten Odd. Dabei nimmt man nicht die gerade bestehende Höhe des Pots sondern schätzt die Höhe des endgültigen Pots.
Um beim Pokern nicht ständig hin und her zu rechnen, sollte man sich bestimmte Wahrscheinlichkeiten merken:
- Paar wird zum Drilling Outs=2 Wahrscheinlichkeit: ca.20% genau19,18% (gleiches gilt für den Vierling)
- Straight(open ended) Outs=8 Wahrscheinlichkeit: ca.34% genau 31,45% nach Flop
- Doppelter Gutshot Outs=8 Wahrscheinlichkeit: ca.34% genau31,45% nach Flop
- Gutshot nach Flop Outs=4 Wahrscheinlichkeit: ca.17% genau 16,47%
- Flush Draw nach Flop Outs=9 Wahrscheinlichkeit: ca.38% genau34,97%
- Straight (open ended) Outs=15 Wahrscheinlichkeit: ca.64% genau54,12% +Flush Draw nach Flop
- Gutshot Flush Draw Outs=12 Wahrscheinlichkeit: ca.51% genau44,96% nach Flop
By aN | January 20, 2007 - 10:25 pm
Der Flop ist absolut entscheidend beim Pokerspiel. Er kann gute Handkarten sofort in ein wertloses Blatt verwandeln und Handkarten mit denen man erst nichts anfangen konnte zu einem Gewinnerblatt werden lassen. Man unterscheide „Flop zum vorhandenen Satz“ und „Flop zum Drilling“. Ersteres gilt wenn man ein starkes Paar auf der Hand hält, wie zum Beispiel QQ und der Flop aus AQ3 besteht. Jeder der Mitspieler mit einem A auf der Hand wird auf ein starkes Paar spekulieren, doch mit dem starken Drilling QQQ schlägt man dieses Paar. Der „Flop zum Drilling“ entsteht, wenn im Flop ein Paar liegt. Besteht der Flop zum Beispiel aus QQK und auf der Hand hält man QA, hat man mit dem Flop ein Drilling. Man sollte sich aber immer vor Augen halten, dass ein Flop mit einem Paar Gefahren birgt. Die Chance, dass einer der Mitspieler ein Full House hat steigt und schlägt vielleicht den Drilling. Könige im Flop lassen den Pott nur langsam steigen. Könige sind Schreckkarten und bewegen nur wenige Spieler dazu, den Einsatz zu erhöhen. Tun sie es aber dennoch ist die Chance groß, dass auf ihrer Hand ein Full House liegt. Demzufolge ist ein langsames Spiel ratsam
Sollte man einmal ein schwaches Paar auf der Hand haben, zum Beispiel 33 und der Flop aus 38Q besteht, sollte man den Pott füllen um zu verhindern, dass eine weitere Q oder noch eine 8 aufgedeckt wird und die Mitspieler einen mit einem stärkeren Drilling schlagen. Allerdings würde man von einer weiteren Q oder einer 8 auch profitieren. Mit dem 3er Drilling hätte man dann ein Full House. Ein weiterer Grund den Pott zu füllen ist, wenn man ein hochwertiges Paar auf der Hand hat. Wenn man zum Beispiel QQ auf der Hand hat und der Flop aus T36 besteht, hat man gute Chancen mit dem Q-Paar und dem Kicker T, das höchste Blatt zu haben. Wenn man zwei hohe Karten auf der Hand hat und mit dem Flop ein Paar mit einem hohen Kicker, sollte man aggressiv spielen und den Pott schnell füllen. Es gibt auch einen „Flop zum kleinen Paar“. Hält man zum Beispiel A5 auf der Hand und der Flop besteht aus D85 hat man ein kleines Paar auf Fünfen. Hier empfiehlt es sich einen Einsatz zu machen um zu sehen wie gut die Blätter der Mitspieler sind. Hat der nächste Spieler 83 auf der Hand wird er nur mitgehen wohingegen ein Spieler der D3 auf der Hand hat erhöhen wird. Die Turn-Karte kann das Blatt wieder wenden indem zum Beispiel eine 5 aufgedeckt wird.
Der „Flop zum Monsterblatt“ bedeutet, dass man mit den Hand- und Gemeinschaftskarten einen Royal Flush, Vierling, ein Full House, einen Flush, eine Straße oder einen Straight Flush hat. Laut Statistik ist ein verlieren kaum noch möglich. Daher empfiehlt sich ein langsames Spiel um den Pot in die Höhe zu treiben. Hat man allerdings eine niedrige Straße oder einen minderwertigen Flush ist Vorsicht geboten. Vielleicht können die Mitspieler die Straße oder den Flush höher bilden. Daneben gibt es auch noch den „Flop zum möglichen Flush oder zur möglichen Straße“. Statistisch gesehen ist es sehr unwahrscheinlich ein solches Blatt komplett zu bekommen. Hat man aber ein solches Blatt kann man nur auf zwei Dinge hoffen: 1. alle steigen aus. Folglich würde man nur einen kleinen Pott gewinnen. 2. Der Flush/die Straße lässt sich doch noch vervollständigen. Somit gewinnt man einen großen Pott.
Der „Flop zu 2 Paaren“ liegt vor, wenn man zum Beispiel JT auf der Hand hat und T4J im Flop liegen. Hier empfiehlt sich ein aggressives Spiel, was die anderen Spieler aus dem Spiel drängt. Denn zwei Paare sind gut aber diese Kombination ist schlagbar. Wieder kann sich das Spiel ändern, wenn sie mit dem Turn oder dem River plötzlich ein Full House auf der Hand haben. Dann sollte man seine Strategie ändern um den Pott in die Höhe zu treiben. Mit einem „ungünstigen Flop“ lohnt es sich nicht bis zum River durchzuhalten. Das führt eher zu Verlusten.
By aN | January 18, 2007 - 8:51 am
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All In, Poker Allgemein
“All inâ€? geht ein Spieler genau dann, wenn er die vorige Wette nicht mehr im eigentlichen Sinne ausgleichen kann, er ist in diesem Fall auf keinen Fall aus dem Spiel, vielmehr setzt er seinen gesamten Restbestand an Chips und ist weiterhin im Spiel. Es gewinnt nicht der, der am meisten Chips hat, indem er seine Mitspieler aus dem Spiel treibt, so wie das euch alte Westerfilme o,ä. weismachen wollen. Der “All inâ€? Geher spielt weiterhin mit aber nur um den Teil des Potes der durch seine Chipanzahl ausgelichen werden kann. Die anderen Spieler können weiter setzen. Aus diesen zusätzlichen Chips bildet sich der Nebenpot (side pot). Der Spieler der “All inâ€? gegangen ist hat am Ende natürlich nur Anspruch auf den Hauptpot. Wenn es Zeit für den Showdown ist wird als erstes um den Nebenpot gepokert, danach wird mit dem Spieler der “All inâ€? gegangen ist um den Hauptpot gespielt.
“String Raise� bedeutet in Portionen seine Chips zu setzen, was in Casinos und Pokerclubs strikt untersagt ist.
Auch hier gilt:Schenke Pokerszenarien und Westerfilmen keine Glauben
"String Raiseâ€? ist eine Möglichkeit die Reaktionen seines Gegenübers nach dem ersten Setzen auszulesen und so, wenn man glaubt einen Vorteil daraus zu ziehen noch mehr zu setzen und genau deswegen ist es beim professionellen Pokern verboten. Ob es die heimischen Pokerrunden mit Freunden unter Umständen interressanter gestaltet sei jedem selbst überlassen.
By aN | January 14, 2007 - 1:10 pm
Wer Poker lernen möchte sollte sich erstmal ein gewisses Grundverständiss von Poker aneignen, es nützt nichts alles zu überstützen und sich über Einzelheiten den Kopf zu zerbrechen, wenn der Grundgedanke des Pokerns noch nicht verstanden wurde. Man kann es mit dem Fundament eines Hauses vergleichen:
Erst wenn das steht, kann darauf ein Haus enstehen und erst ganz am Ende fügt man Verkleidung und Verziehrung hinzu.
Disziplin und Planung
Klar gibt es sie: Leute die ohne Planung und Disziplin jeden beim Pokern abzocken. Man kann diese Art von Mensch in den verschiedensten Sparten finden, Persönlichkeiten wie Mozart oder Einstein scheinen eine Begabung zu haben, die ihnen in die Wiege gelegt wurde. Auch beim professionellen Pokern trifft man auf dieses Sorte Mensch. Doch jedem der nicht durch solcherlei Fähigkeiten beglückt wurde, rate ich, so spasslos das klingen mag zu Disziplin und Planung, wenn man ernsthaft am Pokern Interesse haben sollte und sich auch einen Namen machen will bzw. das ein oder andere Turnier gewinnen will.
Man sollte damit beginnen eine Strategie zu entwickeln, wie man sich das Pokerspielen auf die richtige Weise einverleiben kann. Und so wichtig die Pokertheorie ist, ohne Praxiserfahrung, schafft es kein Mensch der Welt ein guter Pokerspieler zu werden. Es geht darum das richtige Gleichgewicht zwischen Theorie und Praxis zu finden. Theorie gibts in Büchern oder völlig kostenlos zum Beispiel… genau hier Für Praxiserfahrungen muss man schon sein Hinterteil hochbekommen und mit Freunden reale Pokerturniere spielen, und wenn es nur um Centstücke geht, man lernt dadurch mehr wie bei noch so teueren Internetturnieren.
Um ein Handwerk zu erlernen erfordert es Disziplin. Und Pokern kann man, wenn man so will als Handwerk bezeichnen. Wer beim Pokern keine Disziplin zeigt verliert schnell einiges an Geld, selbst wenn er noch so viel Lexikonwissen über Poker besitzt. Denn wer sich nicht zügeln kann wird, trotz Wissen, übermütig und verzockt Auto und Haus.
Also: Wissen kombiniert mit Disziplin führt zum Erfolg. Es geht nicht darum ein Vollprofi mit Auszeichnung zu werden, sondern am Anfang ersteinmal Fähigkeiten zu entwickeln die notwendig sind damit Pokern erst so richtig Spass macht und dann auch durchaus dem ein oder anderen ein zusätzliches Einkommen beschert.
Erfolgsmenschen sind im Grunde genommen genau die Menschen die genannte Fähigkeiten besitzen.
By aN | January 11, 2007 - 8:25 pm
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Pochen, Pochen allgemein
Pochen ist eigentlich keine Pokervariante. Vielmehr ist es der Ursprung von Poker und dessen Varianten. So ist Pochen ein sehr altes Kartenspiel, was von fränzösischen Auswanderern (dort “Poqueâ€? genannte) nach Amerika kam. Dort entwickelte sich dann aus Pochen das Pokerspiel (to poke = auf deutsch pochen). Erstmals fand Poque Erwähnung 1441 in Straßburg.
Die Spielregeln:
Pochen ist für drei bis sechs Personen ausgelegt, normalerweise spielt man mit französischen Spielkarten, es können aber auch deutsche Spielkarten verwendet werden. Man spielt mit einem Paket von 32 oder 52 Karten. Um Pochen zu spielen benötigt man ebenfalls ein sogenanntes Pochbrett, welches die Einsätze für Ass, König, Dame, Bube, Zehn, Maiage, Sequenz und Poch aufnimmt. Bevor es los geht wird von jedem Spieler eine Marke in jedes Feld des Brettes gesetzt. Anschließend erhält jeder Spieler 5 Karten. Dann wird eine Karte vom Talon aufgedeckt, sie bestimmt die Farbe des Trumpfes ( auch Atout genannt). Nach dem Teilen folgt das sogenannte Melden bzw. Ansagen der Figuren: Alle Spieler die ein Trumpf angefangen von der 10 bis zum Ass haben, ziehen den Betrag, des entsprechenden Brettfaches ein und zeigen den anderen Spielern Ihre Trumpfkarte.
Falls ein Spieler Trumpf-König UND Trumpf-Dame besitzt erhählt er neben den Inhalten der entsprechenden Brettfächer auch den Einsatz für die Mariage (auf deutsch: Hochzeit) Wenn ein Spieler Trumpf-Neun, Trumpf-Acht, Trumpf-Sieben vorzuweisen hat, bekommt er der Inhalt des Feldes Sequenz.
Einsätze der Felder die nicht nicht geleert werden, verbleiben bis zur nächsten Runde, wobei die Einsätze der nächsten Runde dann noch dazu kommen. So kann es dann passieren das sich in einem Feld eine große Menge an Marken ansammelt, wodurch schon etwas Spannung ins Spiel kommt. Anschließend kommt es erst zum sogenannten Pochen, das im Grunde einem Pokerspiel entspricht jedoch noch nicht so komplex aufgebaut ist. Wer zwei oder mehr Karten vom gleichen Rang besitzt (auch Kunststück genannt) darf pochen, was er auch sogleich kundtut.(“Ich pocheâ€?). Jetzt setzt er eine beliebige Zahl an Marken in das Pochfeld des Brettes.
Wer nun meint ein besseres Kunststück zu besitzen kann nun sagen: “Ich halte!â€? Er muss nun die gleiche Anzahl an Marken setzen. Wenn er will kann er im selben Zug auch gleich noch “nachpochenâ€?, also den Einsatz erhöhen. So geht es nun reihum weiter, wie beim Poker, wer meint nicht mithalten zu können passt und steigt somit aus dem Pochen - zumindest in dieser Runde – aus. Das am niedrigst gewertete Kunststück sind Paare (zwei Gleiche) gefolgt von Gedritte (drei Gleiche), das höchst gewertete sind Gevierte ( vier Gleiche). Der Kartenrang entscheidet wenn es zu gleichartigen Kunststücken kommt. Wenn es zu gleichen Paaren kommt, gewinnt derjenige welcher die Trumpffarbe in seinem Paar hat. Wie beim Poker kann man auch beim Pochen den Inhalt des Poch-Feldes gewinnen wenn alle anderen Spieler aussteigen, man braucht dann sein Blatt nicht vorzuzeigen.
Auf die Poch-Phase folgt das Ausspielen. Wer als Gewinner aus der Poch-Phase hervorgegangen ist beginnt und spielt eine beliebige Karte aus. Derjenige der nun die im Range nächsthöhere Karte derselben Farbe besitzt, legt diese auf die ausgespielte Karte. So wird fortgefahren bis die Kette mit dem entsprechenden Ass vervollständigt wird oder kein Spieler mehr eine passende Karte besitzt.
Derjenige der die letzte Karte gelegt hat, darf nun mit einer beliebigen Karte, eine neue Kette beginnen. So wird weiterverfahren bis ein Spieler alle seine Karten ausgespielt hat und somit gewonnen hat. Jetzt müssen alle Spieler Marken in der Anzahl Ihrer auf der Hand befindlichen Karten dem Gewinner überreichen.
By aN | January 10, 2007 - 10:53 am
Die so genannte „Bet Frequency“ beschreibt, ob ein Spieler „tight“ oder „loose“ spielt. Ein tighter Spieler ist wenig Risikobereit und spielt wenig Starthände bevor er floppt (Flop: die ersten drei Gemeinschaftskarten bei Texas Hold’em bzw. die zweite Einsatzrunde; ein Spieler floppt bedeutet, dass er mit diesen drei Karten und den zwei Karten auf der Hand – den Starthänden (die ersten werden Starthände genannt, danach sind es die Hole Cards) - ein Blatt „trifft“).
Spielt ein Spieler loose, so spielt er viele Blätter. Die Wettfrequenz wird in Prozent gemessen. Je niedriger diese Prozentzahl ist, desto tighter ist der Spieler. Der normale Prozentsatz eines tighten Spielers schwankt zwischen 20 und 30% und ist eher niedriger als höher. Alles darüber bezeichnet man schon als loosen Spieler. Auf lange Sicht heißt es, sollte man an einem großen Pokertisch mit acht bis zehn Spielern (longhand Spiele) eher tight spielen. Das heißt selektiv aber aggressiv. Die Bet Frequency ist also nur bei longhand Spielen interessant. Bei shorthand Spielen, das heißt an Tischen mit sechs Spielern oder weniger, genauso wie beim online Poker kann man auch mit einer loosen Spielweise hohe Gewinne erzielen. Beim online Poker ist es sogar so, dass die meisten Spieler eine Bet Frequency von ca. 80% haben.
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