By admin | January 11, 2007 - 8:25 pm
Posted in Category: Pochen, Pochen allgemein

Pochen ist eigentlich keine Pokervariante. Vielmehr ist es der Ursprung von Poker und dessen Varianten. So ist Pochen ein sehr altes Kartenspiel, was von fränzösischen Auswanderern (dort “Poqueâ€? genannte) nach Amerika kam. Dort entwickelte sich dann aus Pochen das Pokerspiel (to poke = auf deutsch pochen). Erstmals fand Poque Erwähnung 1441 in Straßburg.

Die Spielregeln:

Pochen ist für drei bis sechs Personen ausgelegt, normalerweise spielt man mit französischen Spielkarten, es können aber auch deutsche Spielkarten verwendet werden. Man spielt mit einem Paket von 32 oder 52 Karten.
Um Pochen zu spielen benötigt man ebenfalls ein sogenanntes Pochbrett, welches die Einsätze für Ass, König, Dame, Bube, Zehn, Maiage, Sequenz und Poch aufnimmt. Bevor es los geht wird von jedem Spieler eine Marke in jedes Feld des Brettes gesetzt. Anschließend erhält jeder Spieler 5 Karten. Dann wird eine Karte vom Talon aufgedeckt, sie bestimmt die Farbe des Trumpfes ( auch Atout genannt). Nach dem Teilen folgt das sogenannte Melden bzw. Ansagen der Figuren: Alle Spieler die ein Trumpf angefangen von der 10 bis zum Ass haben, ziehen den Betrag, des entsprechenden Brettfaches ein und zeigen den anderen Spielern Ihre Trumpfkarte.

Falls ein Spieler Trumpf-König UND Trumpf-Dame besitzt erhählt er neben den Inhalten der entsprechenden Brettfächer auch den Einsatz für die Mariage (auf deutsch: Hochzeit) Wenn ein Spieler Trumpf-Neun, Trumpf-Acht, Trumpf-Sieben vorzuweisen hat, bekommt er der Inhalt des Feldes Sequenz.

Einsätze der Felder die nicht nicht geleert werden, verbleiben bis zur nächsten Runde, wobei die Einsätze der nächsten Runde dann noch dazu kommen. So kann es dann passieren das sich in einem Feld eine große Menge an Marken ansammelt, wodurch schon etwas Spannung ins Spiel kommt. Anschließend kommt es erst zum sogenannten Pochen, das im Grunde einem Pokerspiel entspricht jedoch noch nicht so komplex aufgebaut ist.
Wer zwei oder mehr Karten vom gleichen Rang besitzt (auch Kunststück genannt) darf pochen, was er auch sogleich kundtut.(“Ich pocheâ€?). Jetzt setzt er eine beliebige Zahl an Marken in das Pochfeld des Brettes.

Wer nun meint ein besseres Kunststück zu besitzen kann nun sagen: “Ich halte!â€? Er muss nun die gleiche Anzahl an Marken setzen. Wenn er will kann er im selben Zug auch gleich noch “nachpochenâ€?, also den Einsatz erhöhen. So geht es nun reihum weiter, wie beim Poker, wer meint nicht mithalten zu können passt und steigt somit aus dem Pochen - zumindest in dieser Runde – aus. Das am niedrigst gewertete Kunststück sind Paare (zwei Gleiche) gefolgt von Gedritte (drei Gleiche), das höchst gewertete sind Gevierte ( vier Gleiche). Der Kartenrang entscheidet wenn es zu gleichartigen Kunststücken kommt. Wenn es zu gleichen Paaren kommt, gewinnt derjenige welcher die Trumpffarbe in seinem Paar hat. Wie beim Poker kann man auch beim Pochen den Inhalt des Poch-Feldes gewinnen wenn alle anderen Spieler aussteigen, man braucht dann sein Blatt nicht vorzuzeigen.

Auf die Poch-Phase folgt das Ausspielen. Wer als Gewinner aus der Poch-Phase hervorgegangen ist beginnt und spielt eine beliebige Karte aus. Derjenige der nun die im Range nächsthöhere Karte derselben Farbe besitzt, legt diese auf die ausgespielte Karte. So wird fortgefahren bis die Kette mit dem entsprechenden Ass vervollständigt wird oder kein Spieler mehr eine passende Karte besitzt.

Derjenige der die letzte Karte gelegt hat, darf nun mit einer beliebigen Karte, eine neue Kette beginnen. So wird weiterverfahren bis ein Spieler alle seine Karten ausgespielt hat und somit gewonnen hat. Jetzt müssen alle Spieler Marken in der Anzahl Ihrer auf der Hand befindlichen Karten dem Gewinner überreichen.

 

Wichtiger Hinweis:
Aufgrund des GlücksspielStaatsvertrag (GlüStV) vom 1.1.2008 ist es für Bürger aus Deutschland verboten an Online Poker oder anderen Glückspielen teilzunehmen.

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