By admin | October 12, 2007 - 6:08 pm
Posted in Category: Pokerbuch
Das Erlernen der Grundregeln des Poker ist nicht sehr schwer. Allerdings kann es ein Leben lang dauern, ein echter Meister zu werden.
Du bekommenst Geld, indem du den Pot gewinnst. Der Pot ist die Summe der Einsätze, die sich im Laufe einer Partie aus den Einsätzen der Spieler in der Tischmitte ansammelt. Beginnend mit dem Austeilen der Karten entwickelt sich eine Partie über mehrere Setzrunden bis zum Showdown, dem Aufdecken der Karten.
Eine Partie kann auf zwei Arten gewonnen werden:
  1. Du zeigst zum Schluss des Wettgeschehens die beste Kartenkombination aller beteiligten Spieler.
  2. Deine Gegner geben auf und bringen Ihren letzten Einsatz nicht. In diesem Fall könntest du die beste Hand gehabt haben oder du hast geblufft. Egal, die Gegner haben durch ihr Aufgeben keinen Anspruch mehr auf den Pot. Er gehört dir !
In Spielvarianten wie Seven-Card Stud und Texas Hold’em gewinnt die höchste Kartenkombination.

In anderen Varianten wie Lowball oder Razz gewinnt die niedrigste Hand (die beste niedrige Hand ist 5-4-3-2-A, die zweitbeste 6-4-3-2-A).
Bei Spielen mit geteiltem Pot (split pot games) gibt es zwei Gewinner.
Bei Seven-Card Stud High-Low Split, Eight-or-Better (gnädigerweise abgekürzt mit Seven-Stud/8) und Omaha High-Low Split, Eight-or-Better (oder einfach Omaha/8) teilen die höchste und die niedrigste Karte den Pot. Jeder bekommt exakt die Hälfte. Sollte ein nicht teilbarer Chip übrig bleiben, so geht er an die hohe Hand.
»Eight-or-Better« bedeutet, es muss eine niedrige Kombination geben, die keine Karte höher als die Acht enthält und kein Paar. Demnach ist die schlechteste denkbare niedrige Hand 8-7-6-5-4. Die beste niedrige Hand ist 5-4-3-2-A. Sie wird auch Wheel oder Bicycle genannt (der Name kommt vom Rückenmuster eines amerikanischen Kartenspiels: Es zeigt ein Fahrrad mit Spielkarten in den Speichen, exakt 5-4-3-2-A).
In Spielen mit geteiltem Pot gibt es immer eine höchste Hand, die Nebenbedingung »Eight or Better« verhindert aber manchmal die Bildung einer niedrigen Hand. Dann bekommt die höchste Hand den gesamten Pot.
Die meisten Spiele erfordern pro Spieler einen Grundeinsatz (Ante) oder so genannte »blinde Einsätze« (blind bets). Wenn mit Grundeinsätzen gespielt wird, setzt jeder einen bestimmten Betrag, bevor er Karten erhält. Im Falle von Blinds müssen einer oder zwei Spieler einen kleinen Betrag setzen, bevor es Karten gibt. Diese Anforderung trifft natürlich nicht immer die gleichen, sondern rotiert im Urzeigersinn bei jeder Partie um eine Position weiter.
Damit ist jeder Spieler gleichermaßen finanziell an den Blinds beteiligt.
Nachdem eine Runde Karten verteilt sind, haben die Spieler nacheinander die Option zu schieben (check), zu setzen (bet), auszusteigen (fold), vorherige Einsätze zu bringen (call) oder zu erhöhen (raise).
Wann immer ein Spieler keinen Anspruch mehr auf den Pot erhebt, kann er seine Karten ablegen, sobald er an der Reihe ist. Wer ausgestiegen ist, muss kein Geld mehr in den Pot legen.
Wenn ein Spieler gesetzt oder erhöht hat und niemand den Einsatz ausgleicht, dann gehört ihm der Pot.
Er muss seine Karten nicht aufdecken.
Wenn zum Schluss zwei oder mehr Spieler aktiv sind, werden die Karten aufgedeckt, und die beste Hand gewinnt den Pot.
Obwohl es viele verschiedene Varianten von Poker gibt, sind die Grundregeln wirklich einfach. Innerhalb dieser Einfachheit findet sich aber ein immer wieder faszinierendes und nie langweiliges Spiel, das sehr viel Spaß bringen kann. Für viele ist es eine lebenslange Quelle von Anregung und Freude.

 

Wichtiger Hinweis:
Aufgrund des GlücksspielStaatsvertrag (GlüStV) vom 1.1.2008 ist es für Bürger aus Deutschland verboten an Online Poker oder anderen Glückspielen teilzunehmen.

Pokern